Die Bauklempnerei

Unser Leistungsangebot umfasst u.a.:

Anfertigung von:

Verwahrungen und Dachanschlüssen

Regenrinnen und Regenabläufe

Kamin- und Fassadenverkleidungen

Blechdachdeckungen im Doppelstehfalzsystem


Wir arbeiten z.B. mit :

  1. Rheinzink
  2. TECU-Kupfer
  3. Saturn-Blei
  4. Prefa-Dach


Neu! Die RHEINZINK® - Kaminkopfbekleidung

Neu! Die RHEINZINK® - Kaminkopfbekleidung.

Für die ästhetische Aufwertung von Kaminköpfen, gerade im Bereich der Altbausanierung, bietet RHEINZINK® ab sofort eine Kaminkopfbekleidung als Set an. Kaminköpfe sind Witterungseinflüssen ausgesetzt. Das Sanierungspotential bei geklinkerten als auch verschieferten Kaminköpfen ist sehr groß. Die neue RHEINZINK®-Kaminkopfbekleidung bietet eine langlebige und einfach zu montierende Bekleidungsvariante als Set. Das Set beinhaltet eine Unterkonstruktion aus Eckprofilen, die an dem Kaminkopf ohne zu Bohren und zu Dübeln montiert wird. Darüber hinaus werden die gesickten Bekleidungsprofile sowie die Eckprofile und Befestigungsmittel mitgeliefert.


Geschichtliches:

Quelle: Klaus Kramer: "Das private Hausbad 1850-1950" und die Entwicklung des Sanitärhandwerks

Das Klempnerhandwerk läßt sich bis ins späte 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Seine Wurzeln sind bei den Schwarzblechschmieden des Mittelalters zu suchen. Die Geschichte des Blechnerberufes ist eng verknüpft mit dem Weißblech, das im selben Jahrhundert in Böhmen erfunden wurde. Das in Hammerwerken geschlagene und verzinnte Eisenblech war durch die mittelalterliche Zunftordnung dem Klipperer- oder Klempnerhandwerk zugewiesen. Daneben durfte der Klempner Schwarzblech und Blei verarbeiten. Messing und Kupfer waren ihm lediglich für Verzierungen und Beiwerk erlaubt. Die Anfertigung von Messingwaren war dem Spengler oder Gürtler vorbehalten. Kupfer durfte allein der Kupferschmied verwenden. Der frühe Klempner fertigte allgemeine Gebrauchsgüter des Alltags: Blechlaternen, Lampen, Küchengeräte wie Trichter, Reibeisen, Vorratsdosen, Eimer, Kannen, Reise-, Feld- und Pulverflaschen, Dachspitzen, Windfahnen sowie andere kleine Bauteile an Gebäuden. Seit dem 17. Jahrhundert gehörte im bescheidenen Maße auch die Anfertigung von Dachrinnen und Ablaufrohren aus Weißblech zu seinen Tätigkeiten. Ein Blechnerprodukt, das den Haushalt international veränderte, war die Konservendose. Ein findiger Klempner aus Seesen am Harz hatte ihr Prinzip im vorigen Jahrhundert erfunden und angewandt. Während der Kupferschmied aus seinem Material Hohlkörper treiben konnte, mußte der Klempner seine Produkte durch kaltes Schlagen, Walzen oder Biegen formen. Behältnisse, die mit Feuer in Berührung kamen, wurden gefalzt oder genietet, anderes wurde mit Weichlot zusammengefügt. Die Grenzen zu den übrigen blechverarbeitenden Berufsgruppen, dem Kupferschmied (rotes und gelbes Blech), dem Spengler oder Gürtler (Messingblech) und ihren Arbeitsmethoden waren fließend. Die Tätigkeitsbereiche überschnitten sich vielfach. Entsprechend häufig kam es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen unter den Handwerkern. über Jahrhunderte hinweg galt der Beruf des Klempners wegen seines unedlen Ausgangsmaterials, und da er seine Waren häufig als Wandergewerbetreibender auf Jahrmärkten feilbot, als der unehrenhafteste und der ärmste unter den Blechhandwerkern.Erst mit der einsetzenden Weißblechmassenproduktion im 17. Jahrhundert sollte sich sein gesellschaftliches Ansehen verbessern. Von dieser Zeit an stand dem Klempner in einigen Städten auch das Messingblech zur Verfügung. Mit der Erfindung des verzinkten Eisenblechs 1810 durch die Königliche Eisengießerei zu Berlin erhielt der Beruf neue Impulse. Das witterungsbeständige Material erschloß dem Klempner zusätzliche Erwerbsquellen im Baugewerbe. Regenrinnen, Ablaufrohre aus Zinkblech, kunstvoll verlegte Blechverkleidungen auf Türmchen, Erkern, Gauben, Simsen und Friesen wurden spätestens ab der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts für die zeitgenössische Architektur mitbestimmend. Ein neues Hygienebewußtsein und die beginnende allgemeine städtische Versorgung der Haushaltungen mit Gas, Wasser und Kanalisation machten WC-Einrichtungen, bleierne Wasserzu- und -ableitungen, Lüftungsschächte sowie einfache Wasch- und Badeeinrichtungen aus Blech mit oder ohne Wasserzulauf notwendig. Flexibel, wie kaum ein anderer Berufszweig, verstand es der Blechner, die Chancen zu nutzen, die ihm die neu aufkommenden Haus- und Energietechniken boten. Als direkter Vorläufer des heutigen Installateurs entstand Mitte des 19. Jh. der Beruf des Bau- oder Architekturklempners, der seine Produkte in der Werkstatt vorfertigte und auf der Baustelle montierte.

Klempner Johannes - Liebdorf2010
Klempner Johannes - Liebdorf2013

Mehr Infos zu dieser Veranstaltung...

"Liebertwolkwitz - ein Dorf im Jahre 1813...!" vom 13.-15.10.2017


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